Gjøa, Norwegen

Gjøa ist ein Großprojekt in der Nordsee. Die Halbtaucherplattform vor der norwegischen Küste erzeugt seit 2010 Energie und wird von ENGIE E&P betrieben. Das Unternehmen will seine Offshore-Plattformen vorrangig mit Strom betreiben, der in Norwegen aus emissionsfreier Wasserkraft gewonnen wird. Davon verspricht sich der Betreiber neben Kostensenkungen auch eine Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks. 

Benötigt wurde eine schlüsselfertige Lösung mit dem damals längsten durchgängigen HVAC-Seekabel in diesem Spannungsbereich. Da bis dato noch kein ausreichend robustes Wechselstromkabel existierte, das den Belastungen schwimmender Plattformen standhalten konnte, war noch nie versucht worden, eine schwimmende Plattform mit Energie von Land zu versorgen. 

Gjøa befindet sich 360 m über dem Meeresgrund. Die Kabelanbindung besteht aus einem statischen 115 kV AC-Kabelsystem (über eine Länge von 96,5 km auf dem Meeresboden verlegt) und dem weltweit ersten dynamischen Kabel. Es ist 1,5 km lang und verbindet das statische Kabel mit der schwimmenden Plattform. Trotz ihrer Verankerung am Meeresboden kann die Plattform durch Wind und Wellen bis zu 75 m abgetrieben werden. Bei der Planung, Fertigung und Verlegung des statisch-dynamischen Systems wurden die dabei auftretenden mechanischen Spannungen und das Ermüdungsrisiko berücksichtigt.

Das in enger Abstimmung mit ENGIE E&P entwickelte Kabelsystem ist für 40 MW und eine Betriebsdauer von mehreren Jahrzehnten konzipiert. Die Möglichkeit zur Versorgung einer frei schwimmenden Plattform mit Landstrom erschloss eine neue Ära für Öl- und Gasplattformen.

Weltweit erstes dynamisches Kabelsystem zur Landstromspeisung einer frei schwimmenden Öl- und Gasplattform in der Nordsee

Rund 100 km installiert

Landstrom via 115 kV AC-Kabelsystem mit 96,5 km statischem VPE-Seekabel und 1,5 km dynamischem VPE-Seekabel

2007 - 2010

ENGIE E&P

Nordsee, Norwegen

 

 

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